Nachdem ich tagelang mit mir gerungen habe, musste eine Entscheidung getroffen werden. Ich bin keine gute Entscheiderin, drücke mich gern davor. Doch manchmal ist es eben unumgänglich.
Da ich Anfang des Jahres bereits einmal eine große Veränderung in mein Leben gebracht habe, bin ich aber in Übung und deshalb hat es diesmal auch nicht so lange gedauert.
In der Schule habe ich ein Sabbatjahr beantragt und genehmigt bekommen. Das gibt mir die Freiheit neue Dinge auszuprobieren. Ich habe meinen Wohnsitz aus der Stadt nach hier, auf's Land, verlegt. Das gibt mir die Freiheit, mich mit der Natur zu verbinden. Lotte und mir tut das ausgesprochen gut. Mein Freund war dagegen, er ist ein Stadtmensch. Es ist also nicht verwunderlich, dass es zu Unstimmigkeiten führen würde (die waren schon vorher da, nur treten sie jetzt deutlicher hervor). Wie gut ist es, dass er die Stadtwohnung behalten hat. Das gibt mir die Freiheit kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich um Abstand bitte.
Am Wochenende kommt er zu mir und dann werden wir Tacheles reden. Ich habe mich entschieden, ich möchte lieber allein sein. Ich möchte mein kleines Haus hier genießen und es mir behaglich machen. Das schaffe ich auch allein - ich habe einige Ideen für die Zukunft und daran werde ich nun arbeiten.
Ich bin frei!